Startseite

Was ist eine Generalvollmacht?

Was ist eine Generalvollmacht?

Was ist eine #Generalvollmacht?

Eine Generalvollmacht ist eine umfassende Vollmacht für alle rechtlichen Stellvertretungen.

Eine Person, die im Besitz der Generalvollmacht ist, wird Generalbevollmächtigter bzw. Generalbevollmächtigte genannt.

Durch die Generalvollmacht kann der Bevollmächtigte den Vollmachtgeber in allen rechtlichen Bereichen vertreten. Bevollmächtigte sind somit die Stellvertreter.

Eine Vollmacht kann ab Volljährigkeit erstellt werden, um eine Betreuung durch ein Betreuungsgericht zu verhindern. Dies kann z. B. der Fall sein, wenn Geschäftsunfähigkeit infolge von Krankheit oder Unfall eintritt.

Eine Generalvollmacht muss nicht unbedingt in jedem Fall durch den Notar beurkundet werden. Sie kann auch selbst verfasst werden, wobei dann empfehlenswert ist:

  • die Geschäftsfähigkeit durch einen Arzt bestätigen zu lassen
  • und die Unterschrift beglaubigen zu lassen.

Dies spart Gebühren für die Beglaubigung.

Beispiel für Beglaubigungskosten (Stand: 2015):

Arztbeglaubigung ca. 20 €
Unterschrifts-beglaubigung bei Behörden ca. 10 €
Bundesnotarkammer Gebühr für Internet-Meldungen durch Privatpersonen grund-sätzlich 13,00 € (bei Lastschriftverfahren)

Zuzüglich 2,50 € für jeden weiteren Bevollmächtigten

Bei postalischen Anmeldungen zu-sätzlich 3,00 €.
Zuschlag für jeden weiteren Bevollmächtigten
€ auf 3,00 €. 

 

Öffentliche Unterschriftsbeglaubigungen nehmen auch einige Betreuungsbehörden in Deutschland vor. Sie dürfen dafür 10 € Gebühren erheben (§ 6 Abs. 2, Abs. 4 und Abs. 5 Betreuungsbehörengesetz

Beispiel einer Kostenrechnung beim Notar für eine notarielle Beurkundung (Aktivwert von 200.000,-- Euro):

 

Beurkundungsverfahren (Generalvollmacht mit Betreuungsverfügung) Gebühr 1,0 gem. §§98ff., 36 III GNotKG:

435,00 €

Betreuungsgebühr 0,5 (Treuhandauftrag) §§ 15, 113 I GNotKG

217,50 €

Dokumentenpauschale

5,25 €

Dokumentenpauschale (Daten)

1,50 €

Post- und Telekemunikationsauslagen

2,90 €

Gesamt NETTO

662,15 €

19 % Umsatzsteuer

125,81 €

Bruttogebühren

787,96 €

 

Die sicherste Ausführung stellt die notariell beurkundete Vollmacht dar, da hier neben der Echtheit der Unterschrift vor allem die Geschäftsfähigkeit durch den Notar bestätigt wird.

Wenn sich die Generalvollmacht auf Grundstücke und Immobilien (z. B. deren Verkauf oder Belastung) erstrecken soll, ist zum Nachweis gegenüber dem Grundbuchamt eine notarielle Beurkundung zwingend notwendig.

Darüber hinaus hat eine beglaubigte Generalvollmacht, die über den Tod hinaus geht, auch den Vorteil, dass nach dem Tod der Vollmachtgeber, der Bevollmächtigte vorhandene Grundstücke ohne Erbschein übertragen kann.

Eine Generalvollmacht kann nur erteilt werden, wenn der Vollmachtgeber zum Zeitpunkt der Vollmachtgebung voll geschäftsfähig ist.

Damit der Bevollmächtigte handeln kann, benötigt er immer die Originalvollmacht (Kopie ist nicht ausreichend).

Tipp:

  • Generalvollmachten enden mit dem Tod. Soll die Generalvollmacht auch über den Tod hinaus gültig sein, muss dies im Text erwähnt sein
  • Ein Bevollmächtigter darf normalerweise nicht im Auftrag des Bevollmächtigten ein Geschäft für sich selbst vereinbaren (Beispiel: Tochter ist selbstständige Pflegerin und soll entgeltlich den Vollmachtgeber pflegen). Ohne schriftlichen Zusatz sind sogenannte Insichgeschäfte verboten (§ 181 BGB).
  • Heimeinweisung: Auch dies muss in der Vollmacht separat erwähnt werden.

 

*Die deutschen Regelungen finden Sie in den §§ 164 ff. BGB

 

 

Vorsorge bei Paaren mit #NotfallordnerWenn jemand verheiratet ist, dann ist die rechtliche Vorsorge genauso wichtig,...

Posted by Kinderwunsch Baden-Württemberg on Dienstag, 28. Juli 2015
 

 

 

Imme r wieder erreichen uns Geschichten, die das Leben geschrieben hatte.... Hier eine unfassbare Geschichte.... Die...

Posted by Forum-55Plus on Samstag , 25. Juli 2015

 

 

 

 

 

 

Diese Website benutzt Cookies, um Ihnen das beste Erlebnis zu ermöglichen. Weiterführende Informationen erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.